GiantDisc Web Interface

Das hier von mir vorgestellte GiantDisc Web Interface basiert auf der Version 1.40 von Rolf Brugger. Die wichtigste Erweiterung ist die Schaltfläche Record und in Browse die Ansichten von Playlisten und aller Alben. Mit dieser zusätzlichen Schaltfläche hat man die Möglichkeit per Browser CD's einzulesen, einzelne Musikdateien oder ganze Alben hochzuladen. Ursprüglich habe ich auch Scripte erstellt, mit denen es möglich ist einzelne Tracks oder ganze Alben aus dem Verzeichnis inbox und inbox/album zu importieren. Diese beiden Möglichkeiten habe ich inzwischen wieder deaktiviert, da ein upload viel komfortabler ist.

Derzeit benutze ich dieses GiantDisc Web Interface auf openSuSE 12.3. Als Hardware benutze ich zur Zeit einen ausgedienten Shuttle mit einer 3 GHz AMD-Athlon-CPU. Ausgerüstet ist dieses Gerät mit einem Plattenplatz von 250GB. Die Vorgängerhardware war ein MSI-Wind PC mit einem Intel Atom N230 als CPU. Wie ich leider feststellen mußte ist dieses Gerät zum einen was die Prozessorkühlung angeht etwas ungünstig konstruiert und was die Prozessorleistung angeht, für diese Anwendung nicht genügend leistungsfähig. Außerdem ist mir aufgefallen, dass das Sounddevice etwas leise ist und die Masse je nach Aktivität des DVD-Laufwerks oder der CPU anfängt zu schweben. Diese Probleme sind bei diesem Gerät von Shuttle nicht gegeben.

Step by Step:

  • Die Dienste apache2, atd und mysql müssen im Runleveleditor aktiviert werden. Der Dienst atd wird ab der Version 0.4.5 nicht mehr benötigt, da das Einlesen und Kodieren direkt aus PHP gestartet wird.
  • Damit der Apache erreichbar und mit PuTTY administriert werden kann, müssen noch die Dienste HTTP Server und Secure Shell Server zu den erlaubten Dienste eingetragen werden.
  • Damit atd funktioniert, muss noch die Datei /etc/at.allow angelegt werden. Unter SuSE trägt man dann nur wwwrun ein.
  • Als root auf der Konsole anmelden (xterm oder ssh).
  • Mit cd /srv/www/htdocs in das Apache-documentroot-Verzeichnis wechseln.

  • mkdir music

  • In dieses Verzeichnis das Zip-Archiv extrahieren.

  • chmod 777 -R music und chown nobody:nogroup -R music damit Apache dort später schreiben kann.
  • Danach könnte man einen ersten Aufruf auf die Webseite ausführen:
    ip-adresse/music/
    Jetzt sollte etwas Vernünfiges angezeigt werden, wenn nicht, dann stimmt etwas mit den Rechten oder mit der Einstellung in Apache nicht.

Die Fehlermeldungen der index.php sind ein Beleg dafür, dass wir noch nicht fertig sind.

  • Wechsle in das Verzeichnis /srv/www/htdocs/music/database/
  • Ausführen von ./make-db
  • Ausführen von ./make-tables
  • (Ausführen von mysql < createuser.mysql -> nicht mehr nötig)
  • Ausführen von mysqladmin reload
  • Danach sollte auf der index.php ein Database access möglich sein. Um die Datenbank eventuell von Hand bearbeiten zu können oder sich zumindest die Struktur anzusehen, wäre die Installation von phpMyAdmin nicht schlecht. Für eine Datenbanksicherung und auch für das Recover der Datenbank empfiehlt sich mysqldumper.
  • Jetzt kümmern wir uns um alle von der init-routine angemeckerten Programme. Diese müssen alle installiert werden. Am einfachsten geht dies über YaST. Unter der kostenlosen Version von openSuSE 11.1 ließ sich außer mp3info alles problemlos installieren. Das mp3info habe ich einfach aus folgender Quelle bezogen: ftp://ftp.ibiblio.org/pub/linux/apps/sound/mp3-utils/mp3info/ und mit rpm –i mp3info-0.8.5a-1.i386.rpm installiert. Inzwischen ist dieses Packet, dank der Scripte aus dem PHP-Packet getid3, aber nicht mehr nötig.
  • Lame erhält man bei PackMan http://packman.links2linux.de/package/lame. Dort gibt es dann einen 1 click install. Alternativ ist es aber auch möglich das Programm notlame zu verwenden. Ein RPM-Packet erhält man z.B. hier: http://www.rpmfind.net/linux/rpm2html/search.php?query=notlame. Sollte das Packet notlame verwendet werden, dann kann es sein, dass dies in der Datei control_web.inc hinterlegt werden muss. Detailierte Auskunft gibt die Init-Routine mit den aufgelisteten Fehlern.
  • Als letztes sollte noch ein geeigneter MediaPlayer installiert werden. Ich habe mich für den VLC media player entschieden. Diesen gibt es unter: http://www.videolan.org/. Auch dort gibt es einen 1 click install. Sollte dort kein passendes Packet vorhanden sein, dann kann ein Blick bei PackMan helfen.
  • Da ich feststellen mußte, dass der VLC-MediaPlayer auf einem msi-Wind-PC mit Atom-Prozessor Probleme bereitet, habe ich mich nach einem alternativen Player umgesehen. Gefunden habe ich den Realplayer, den man unter folgender Adresse finden kann: http://www.real.com/linux/
  • Die Datei music.pl nach /srv/www/cgi-bin/ kopieren und für alle ausführbar machen.

  • Wechsle in das Verzeichnis /usr/bin/ und führe auf folgende Programme ein chmod +s aus:

    • cd-discid

    • mp3info (wird nicht mehr benötigt)

    • oggenc

    • cdparanoia

    • metaflac

    • eject

  • Anpassungen der php.ini.

    Unter SuSE 11.1 liegt die Datei php.ini in /etc/php5/apache2

    • In der php.ini register_globals = On setzen. Ab Version 0.4.5 nicht nötig.

    • In der php.ini register_long_arrays = On setzen. Ab Version 0.4.5 nicht nötig.

    • In der php.ini upload_max_filesize = 60M setzen. 60MB sollten eigentlich für normale MP3-Dateien ausreichen.

    • In der php.ini post_max_size = 300M setzen. Normalerweise sollte dies für den Upload von MP3-Alben ausreichen.

    • In der php.ini max_execution_time = 60 setzen. Normalerweise stehen hier 30 Sekunden.

  • apache neu starten


Download

GDCI_0_4_5.zip

hochgeladen am: 4. April 2015


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